Miro sucht ein Zuhause
Miro ist ein junger, kastrierter Border Collie-Rüde, der Heiligabend 2008 an einem Tierheim angebunden vorgefunden wurde. Derzeit wohnt er auf einer Pflegestelle von Border Collie in Not. Er ist noch sehr jung, etwa ein Jahr alt und befindet sich mitten in der Selbstfindungsphase. Er braucht daher Menschen, die ihm einen klaren Rahmen bieten.
Sein Verhalten gegenüber anderen Hunden ist etwas neugierig-distanzlos, aber freundlich. Grenzen von anderen Hunde zu akzeptieren fällt ihm im Augenblick noch ein bisschen schwer, doch er lernt jeden Tag besser darauf zu reagieren. Im Grund möchte er nur eines: Mit anderen Hunden spielen und toben. Doch leider macht er das manchmal etwas grob (ähnliche wie Rottweiler, Bernersennen, Boxer...), das kommt nicht bei jedem Hund gut an. Er übt sich aber derzeit immer mehr im "Vorsichtig sein". Er hat in seiner Pflegestelle regelmäßig Kontakt zu Hunden verschiedener Rassen und man merkt jeden Tag Fortschritte.
Da er bei der Anwesenheit vieler Hunde schwer Ruhe findet, ist ein Platz als Einzelhund mit regelmäßigen Sozialkontakten oder mit einem souveränen, ruhigen Zweithund, sinnvoll.
Menschen findet er mittlerweile super. Anfangs konnte er sie nicht so recht einschätzen, doch nun begrüßt er alle recht stürmisch - ähnlich wie er es bei anderen Hunden tut. Besuch findet er klasse, wenn man diesen eeeeeeeeendlich reingelassen hat, vorher spielt er den Bewacher - doch im Grund gilt: Das sind Hände zum Kraulen! Fremde Menschen draußen fixiert er anfänglich noch manchmal an aus Unsicherheit, um dann zu bellen, ist aber dabei mittlerweile gut ansprechbar und von dem Gedanken schnell wieder abzubringen. Nimmt man Kontakt mit der Person auf, geht er auch freundlich darauf zu.
Wenn er angeleint ist und die Leine sehr kurz und unter Spannung ist, dann kommt es schneller zu Bellattacken. Und das ist eigentlich sein derzeit größtes Problem: Das Verhalten an der Leine. Ist er angeleint und es passiert etwas Unvorhergesehens, wirft er sich in die Leine und bellt (z.b. wenn plötzlich Radfahrer vorbeirauschen). Es ist ganz klar Unsicherheit - ich vermute, er hat in seiner Welpen- und Junghundzeit derartige Reize nicht so oft erlebt und auch das Laufen an einer Leine nicht kennengelernt.
Es wird an diesem Problem gearbeitet und er wird zunehmend gelassener, die Fortschritte sind täglich zu sehen. Der neue Besitzer wird in dieser Hinsicht natürlich auch eingehend "eingewiesen". Die Bellattacken werden seltener und er kann nun schon häufig ruhig warten, wenn plötzlich jemand vorbeikommt.
An den Schafen zeigt er sich sehr kooperativ und bemüht. Hier ist er ein anfängerfreundlicher und lernbegieriger Hund. Er könnte aber auch ohne die Arbeit an den Schafen ein guter Begleiter werden. Dummyarbeit oder Spurensuche liegen ihm auch - er möchte einfach etwas zusammen mit seinem Menschen machen! Dann ist er zufrieden.
Er ist sehr verspielt und sein Grundgehorsam ist gut. Er kennt Kommandos wie Sitz, Platz, Herankommen, Nein, Bring und Bleib.
Miro wohnt derzeit in Nordhessen. Kontaktaufnahme über mich.